Bürgernähe abgeschafft!

Bei der Ausstellungseröffnung des Bismarckmuseums war die Öffentlichkeit ausgesperrt!

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Ausstellung mit den Überbleibseln der nichtöffentlichen Eröffnungsfeier. Bürgermeister und Politik meiden den Kontakt mit dem Bürger!

Der Wechsel in der Besetzung von Ämtern führt zur Veränderung in der Wahrnehmung der Aufgaben. Soweit normal und auch durch die Wahl beabsichtigt. Die Frage ist nur: Wie verändert sich der Arbeitsstil und die Problemlösungsansätze und entsprechen diese Veränderungen dem Wunsch oder der Hoffnung des Wählers.

Schon im Wahlkampf war erkennbar, dass unser neuer junger Bürgermeister dem aktuellen Trend des Politikers zur Selbstverliebtheit folgt! Überdeutlich wurde dieser Trend, als sich Dejan Vujinovic kaum ins Amt gekommen, glaubte, sich mit einem peinlichen Video zum 55 Jubiläum des Rathausgebäudes  mit Törtchen und Kerze in Erinnerung bringen zu müssen. Nebensächlichkeiten werden populistisch aufgeblasen.

Aber noch in einem für die Bürger interessanteren Feld hat sich entscheidendes getan. Das wurde während des Stadtfestes 2026 deutlich. Verwaltung und Politik hatten sich entschieden, die Wiedereröffnung des Bismarck-Museums im Wülfingkomplex im Rahmen des Stadtfestes am Samstag, 09. Mai mit den Besuchern der Partnerstädte zu feiern. Dazu wurden ausschließlich Vertreter aus Politik (auch überregional), Sponsoren und Verwaltung eingeladen. Die Bürger und Steuerzahler mussten draußen bleiben. Sie durften erst ab Sonntag die Ausstellung besuchen. Aus Kreisen des Vereinsvorstandes wurde dieses Verfahren mit dem Satz begründet: „Man müsse den Sponsoren auch etwas Besonderes bitten!“ Hier verkennt der Vorstand die tatsächlichen Verhältnisse! Der größte Sponsor des Vereins ist der Radevormwalder Steuerzahler. Dem europäischen Steuerzahler wurde wenigstens noch durch ein Hinweisschild gedankt! Der Radevormwalder Bürger verdient keine Beachtung!

Das, was sich dort abgespielt hat, ist in Wahrheit ein politischer Skandal! Die Bürgernähe eines Bürgermeisters gehört damit wohl offensichtlich der Vergangenheit an. Denn, das ist kein Einzelfall, sondern wird auch bestätigt durch die Veränderungen im Bereich des Dialogs des Bürgermeisters mit den Bürgern. Die Bürgersprechstunde ist geblieben. Aber heute besteht sie aus vorher anzumeldendesn Einzelgesprächen. Diese Möglichkeit hatte es unter Mans immer gegeben, auch außerhalb der lokal standfindenden Bürgergespräche. Der Bürgerdialog bestand aber darin, dass in offener Runde jeder über seine Probleme innerhalb des Viertels berichten konnte. Eine solche Diskussion war für alle Teilnehmer ein Gewinn, weil die unterschiedlichen Sichtweisen diskutiert werden konnten und damit auch die Identifikation mit dem Wohnviertel verstärkt wurde. Schade, dass es das nicht mehr gibt!

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